DIE FOSSES DE FOURNÈS

DIE GRÄBEN VON FOURNÈS

Manche verbinden den Namen der Ortschaft Fournès mit der Autobahnausfahrt zum berühmten Pont du Gard. Andere heben die schöne Hügellage hervor, die einen herrlichen Blick über das umgebende Land ermöglicht. Wieder andere erwähnen im Zusammenhang mit Fournès den Glockenturm, die so typischen Gässchen mit ihren Stufen, die Kapelle Saint-Pierre oder die umliegenden Rebberge, die hervorragende Côtes du Rhône-Weine hervorbringen. Was aber Fournès wirklich einzigartig macht, sind die unglaublichen Fosses de Fournès.

Eine Landschaft, wie es sie kein zweites Mal gibt

Die fast unwirklich anmutende, zerfurchte, aride Landschaft voller Klüfte und Auswaschungen liegt irgendwo im Grenzbereich zwischen Traum und Magie. Jahrtausende haben ihre Spuren in die Tonsedimente aus dem Quartär eingegraben. Die Erosion hat hier eine pittoreske Landschaft mit Felsformationen von 10 bis 30 Metern Höhe geschaffen (wobei die höchste den eleganten Namen La Mourre de Pitaraçon trägt). Diese Felstürme mit ihren von Gräben durchfurchten Flanken verjüngen sich nach oben, besitzen aber keine eigentliche Spitzen, sondern eher windzerzauste Oberflächen mit Gräsern, Kräutern und dem robusten Thymian. Diese einzigartige und eigenartige geologische Formation erinnert an eine Mondlandschaft. Schauen Sie aber genau hin! Dem trockenen Anschein zum Trotz gedeiht hier eine reiche Vegetation aus Eichen, Lavendel und Rosmarin. Und auch eine vielfältige Tierwelt hat sich hier niedergelassen, etwa der wunderbar bunte Bienenfresser (Merops apiaster), der hier den relativ weichen Felsen aushöhlt und seine Nester hineinbaut.

Dank der Tonerde konnte sich in Fournès eine kleine Industrie für Keramikbodenplatten etablieren, die auch heute noch aktiv produziert.

Ein wunderbarer Flecken für Wanderfreunde

Sobald Sie hier einen Fuß auf den Boden setzen, merken Sie, dass Sie doch nicht auf dem Mond gelandet sind… Die Gräben von Fournès lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden: Ein schmaler Pfad schlängelt sich zwischen den Ginsterbüschen hindurch und führt Sie mitten durch eine üppige Vegetation. Der ehemalige Tonsteinbruch erstreckt sich über mehrere Hügelzüge, so dass Sie immer mal wieder auf- und dann wieder absteigen. Die Abstiege sind so eingerichtet, dass Sie sie problemlos bewältigen können. Bei einem Besuch dieser faszinierenden Landschaft reisen Sie einmal vom Gard auf den Mond und wieder zurück.